Ameisen sind zwar faszinierende Tierchen doch im Garten oder gar im Haus will sie keiner haben. Schnell können sich Ameisen zu einer regelrechten Plage entwickeln. Kaum glaubt man alle Tierchen in der Küche getötet zu haben tauchen schon wieder weitere auf. Zum Glück gibt es eine Vielzahl einfacher Möglichkeiten den kleinen Tieren Herr zu werden.

Ameisen

Ameisen (wissenschaftlicher Name: Formicidae) gehören zur Familie der Insekten. Derzeit wird vermutet, dass etwa 12.000 Arten von Ameisen existieren. In Europa gibt es 200 unterschiedliche Ameisenarten. Es wird vermutet, dass Ameisen etwa 130 Millionen Jahre alt sind. Die ältesten fossilen Funde stammen aus der Kreidezeit.

Ameisen organisieren sich in Staaten. Ameisenstaaten können bis zu mehreren Millionen Individuen beherbergen. Die Ameisen stellen somit die bedeutendste Gruppe eusozialer Insekten dar. In den Staaten sind die Ameisen in Kasten organisiert. Es gibt die Arbeiter, Weibchen und Männchen. Die Kaste der Arbeiter besitzt keine Flügel. Nur die geschlechtsreifen männlichen und weiblichen Ameisen besitzen Flügel. Zur Paarung fliegen die Ameisen aus dem Bau heraus. Die männlichen Ameisen sterben nach dem Paarungsakt und die weiblichen werfen Ihre Flügel ab. Die Weibchen ziehen nun entweder weiter um eigene Kolonien zu gründen oder sie kehren in den elterlichen Bau zurück.

Ameisen können viele unterschiedliche Lebensweisen annehmen. Es gibt Ameisen welche nomadisch als Jäger oder Sammler leben. Andere kultivieren sogar Pilze, welche sie als Nahrungsquelle nutzen. Es gibt sogar Ameisenvölker welche andere Ameisen als Sklaven halten.

Ameisen sollten nicht als Schädlinge sondern vielmehr als Nutztiere gesehen werden. Ameisenstaaten beeinflussen Ihre Umwelt nachhaltig. Ameisen tragen in hohem Maße zur Umschichtung der obersten Erdschicht bei und regulieren als Jäger die Bestände anderer Gliederfüßler. Zudem unterstützen sie den Abbau organischen Materials und verbreiten Pflanzensamen.

Ameisenbefall vorbeugen

Ansammlung mehrere Ameisen

Ameisenvolk in freier Wildbahn (Bildquelle: Oliver Deisenroth)

Es gibt Möglichkeiten einem Ameisenbefall vorzubeugen. So muss man später die kleinen Tierchen nicht mühselig fangen oder töten.

Vor allem Tierfutter lockt Ameisen in rauen Mengen an. Sie sollten immer darauf achten, dass Tierfutterschalen ausgespült werden. Auch lange lagernder Abfall kann Ameisen schnell anlocken. Auch auf den Boden gefallene Essensreste von Grillpartys ist für Ameisen eine Einladung.

Sollten sie in einer Gegend leben in der Ameisen weit verbreitet sind sollten alle Lebensmittel gut verschlossen gelagert werden. Dies gilt sogar für Lebensmittel welche sich im Kühlschrank befinden. Eine Kühlschrankdichtung stellt für Ameisen kein Hindernis dar.

Schon durch kleine Spalten und Fugen können Ameisen in das Haus gelangen. Da die Ameisen „Ketten“ bilden(Ameisenstraßen) gelangt nicht nur eine Ameise in Ihr Haus sondern sofort sehr viele. (Fakt am Rande: Die längste gesichtete Ameisenstraße war 5760 Kilometer lang und erstreckte sich von der italienischen Riviera bis in den Nordwesten Spaniens). Dichten Sie Spalten und Fugen mit Acryl, Bauschaum, etc. ab.

Ameisenstraßen können Ihnen Aufschluss darüber geben wie die Eindringlinge ins Haus geraten konnten und welche Nahrungsquelle sie für sich entdeckt haben. Entfernen Sie die Nahrungsquelle am besten umgehend.

Ein gefundenes Fressen für Ameisen sind Kompostbehälter und die braune Tonne. Stehen diese im Garten sollte  sie unbedingt verschlussfähig sein. Dies hält nicht nur Ameisen fern sondern auch andere Schadinsekten.

Ameisen bauen gerne Ihre Nester unter Wegplatten im Garten. Dies aber nur wenn darunter Sand als Baustoff verwendet wurde. Bei der Verwendung von Kies haben sie keine Probleme mit Ameisen.

Ameisen fühlen sich in warmen, feuchten Räumen besonders wohl. Machen Sie es den Ameisen nicht zu gemütlich in Ihrem Zuhause indem Sie regelmäßig lüften.

Ameisen abschrecken

Melkende Ameise

Melkende Ameise (Bildquelle: Arnoldius)

Mit einfachen Mitteln können Sie Ameisen davon abhalten in Ihr Haus zu gelangen. Am besten erreichen Sie dies bevor die Ameisen ihr Heim als Futterquelle entdeckt haben.

Eine recht Wirkungsvolle Methode um Ameisen fernzuhalten ist Kreide. Malen Sie einen dicken Kreidestrich auf den Boden um Ihr Haus oder zumindest an die Stellen an denen Ameisen gerne Eingedrungen sind. Ameisen verabscheuen Kreide. Der dicke Kreidestrich stellt für sie ein unüberwindbares Hindernis dar.

Einige Pflanzen verströmen Düfte, welche die Ameisen als abstoßend empfinden oder sogar ihr Orientierungsvermögen stören kann. Pflanzen diese Pflanzen in Ihren Garten oder halten Sie sie als Topfpflanze um Ameisen loszuwerden. Sie können diese Pflanzen auch nutzen um Ameisenstraßen zu unterbrechen. Folgende Pflanzen haben solch eine Wirkung:

  • Farnkraut,
  • Thymian
  • Wacholder
  • Tausendgüldenkraut
  • Kerbel
  • Zitronenkraut
  • Lavendel

Haben Sie herausgefunden auf welchen Wegen Ameisen in Ihr Haus eindringen können Sie die Eingänge mit Zitronenschalen, Essig oder Zimtpulver blockieren. Ameisen vermeiden den Kontakt mit diesen Substanzen

Produkte zur Ameisenbekämpfung

Auch die Industrie hat erkannt, dass ein Bedarf besteht Ameisen aus den eigenen vier Wänden fernzuhalten und hat Produkte auf den Markt gebracht, welche die Tierchen bekämpfen sollen. Hierbei lassen sich in drei Kategorien unterschieden. Zum einen gibt es die Ameisenfallen. Diese fangen die Ameisen nicht wirklich sondern lassen sie eine giftige Substanz aufnehmen, welche ihre Wirkung erst im Ameisenhügel freisetzt. Ameisenpulver wirkt sehr ähnlich, kann  aber bei größerem Ameisenbefall und mehreren Ameisenstraßen schneller Abhilfe schaffen. Zu guter Letzt gibt es noch die Ameisensprays. Diese greifen das Atmungssystem der Ameisen an und töten diese. Ameisensprays können wir auch empfehlen haben Sie im Haus starke Probleme mit Ameisen. Vom Gebrauch von Ameisenpulver im Haus müssen wir abraten – schon eine aus dem Grund, dass man das Pulver kaum mehr entfernt bekommt, da es in jede Ritze kriecht. Die Ameisenfallen können bedenkenlos im Haus sowie im freien verwendet werden.

Ameisenköder

Ameisenköder haben viele Namen, da sie auch eigentliche keine wirklichen Köder sind. Teilweise werde sie als Ameisenfallen oder als Ameisenbuffet bezeichnet. Das Prinzip bleibt jedoch dasselbe. Durch Duftstoffe angelockt kriechen die Ameisen in die Fallen und nehmen dort giftige Substanzen auf, welche sie in den Ameisenbau tragen und fressen. Die Wirkung des Giftes entfaltet sich erst später und die Ameisen gehen zugrunde.

Celaflor Ameisen-Köder

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Die erste Ameisenfalle in unserem Test war der Ameisen-Köder von Celalflor. Zwei Köder enthält die Packung. Der Hersteller gibt an, dass zwei Köderdosen für 15qm Fläche ausreichen. Die Fallen waren schnell geliefert und liegen preislich im Mittelfeld.

Der Aufbau der Köder geht schnell vonstatten. Es befinden sich jeweils vier Zungen an den Dosen. Diese müssen lediglich kurz hineingedrückt und wieder nach draußen gezogen werden. Schon kann die Ameisenjagd beginnen. Am besten werden die Köder in unmittelbarer Nähe zu einer Ameisenstraße platziert. Die Lockstoffe sollen die Ameisen dann in die Falle locken.

Schon zehn Minuten nach unserem Test konnten wir beobachten, dass die Ameisenstraße einen neuen Weg durch die Falle eingeschlagen hat. Die Tiere strömten in die Falle hinein und trugen die kleinen Giftkügelchen heraus. Dieses Spektakel dauert etwa sechs Stunden. Dann wurde die Ameisenstraße zunehmend ausgedünnt. Das Gift schien zu wirken. Zwei Tage lang konnten wir beobachten wie die Ameisen in die Falle liefen und wieder herauskamen – danach war Schluss. Keine Ameise kam mehr vorbei und auch auf der Terrasse war keine mehr zu sehen.

Der Celaflor Ameisen-Köder hat seine Arbeit mit Bravour erledigt. Ohne große Anstrengungen waren wir alle Ameisen innerhalb von nur zwei Tagen  los. Mehr haben wir von dem Produkt auch nicht erwartet. Das Produkt ist absolut empfehlenswert.

Es sollte aber noch hinzugefügt werden, dass das Produkt nur bei „Zuckerfressern“ wirkt. Eiweißfressende Ameisen interessieren sich nicht für den Köder. Zu den Eiweißfressenden Ameisen gehören unter anderem die Pharaoameisen, welche Mitte des 19. Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeschleppt wurden. Um diese Ameisen zu bekämpfen benötigen Sie spezielle Mittel wie den Ameisenköder Pharaonis. Dieses Produkt konnten wir leider nicht testen. Sollten Sie mit der Celaflor Ameisenfalle keinen Erfolg haben könnten es sich um Pharaoameisen handeln.

Protectan Ameisenfalle

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ 

Unser nächstes Produkt im Test war die Ameisenfalle von Protectan. Dieses Produkt liegt preislich unter den anderen getesteten Ameisenfallen. Da wir sehr gute Erfahrungen mit unserem ersten Testprodukt gemacht hatten waren wir sehr gespannt ob sich auch mit einem günstigen Produkt gute Ergebnisse erzielen lassen.

Auch bei diesem Produkt sind zwei Fallen enthalten. Leider funktioniert der Aufbau nicht ganz so einfach wie bei den Fallen von Celaflor. Der Deckel der Fallen muss angehoben werden und eine Lösung hineingeträufelt werden. Trotz dieses Umstandes ist die Falle innerhalb weniger Minuten einsatzbereit.

Wieder platzierten wir die Falle in der Nähe einer Ameisenstraße und beobachteten was geschieht. Die Lösung scheint die Ameisen nicht ganz so gut anzulocken wie unser erstes getestetes Produkt. Es dauerte etwa 5 Stunden bis die ersten Ameisen in die Falle tappten. Kurze Zeit später folgten alle anderen und trugen das Gift in das Nest. Während unseres Tests mussten wir den Wirkstoff in regelmäßigen Abständen nachfüllen. Vor allem an heißen Tagen verdampft dieser recht schnell. Die mitgelieferten 20ml der Lösung reichen jedoch bei weitem aus.

Insgesamt fünf Tage dauerte es bis die letzte Ameise in die Falle tappte danach war keine mehr weit und breit zu sehen. Das Ergebnis dieser Falle hat uns ebenfalls überzeugt. Zwar dauerte es etwas Länger bis die Ameisen in die Falle tappten und bis die Ameisen starben, dennoch hat die Falle ihre Arbeit zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt und das zum halben Preis gegenüber der ersten Falle.

Neudorff Ameisen-Buffet

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Unser letztes Produkt im Test war das Ameisen-Buffet von Neudorf. Preislich liegt das Buffet mit dem Köder von Celaflor etwa gleich auf und auch hier sind wie bei allen Testkandidaten zwei Fallen enthalten. Die Fallen sind sehr schnell aufgestellt und schon kann der Test beginnen.

Wie schon beim Ameisenköder von Celaflor fanden die Ameisen schon nach wenigen Minuten den Weg in die Falle. Sehr schön an dieser Falle ist, dass sie durchsichtig ist. So lässt sich von oben beobachten wie die Ameisen den Wirkstoff aufsammeln. Drei Tage lang konnte beobachtet werden wie Ameisen in die Falle liefen und das Gift von den Wänden „abschleckten“. Danach war keine Ameise mehr zu sehen.

Schon wieder hat uns das Produkt überzeugt. Zwar dauerte es einen  Tag länger bis die Ameisen verschwanden als beim ersten Testprodukt, dies kann aber an einem größeren Ameisennest gelegen haben.

Fazit zu den Ameisenfallen

Die Ameisenfallen haben uns alle überzeugt. Auch die günstigste Variante verrichtet brav ihre Dienste. Ganz leicht vorne sehen wir die Falle von Celaflor, da hier der Aufbau Kinderleicht von statten ging und die Ergebnisse überragend waren. Aber auch die anderen Ameisenfallen waren sehr zu empfehlen.

Ameisenpulver

Das Wirkungsprinzip von Ameisenpulver ist dasselbe wie das der Ameisenfallen. Die Ameisen sammeln das giftige Pulver auf und tragen es in das Nest in dem sie es verspeisen und an ihre Artgenossen verfüttern. Durch das zeitverzögert wirkende Gift verenden die Ameisen. Der Einsatz von Ameisenpulver empfiehlt sich vor allem bei einem starken Ameisenbefall. Das Pulver sollte auf die Ameisenstraßen und an Nesteingänge gegeben werden. So lässt sich der größte und schnellste Effekt erzielen. (Wir empfehlen nicht das Pulver im Wohnbereich einzusetzen)

Dehner Ameisenmittel

Bewertung: ♥ ♥ ♥ 

Unser erstes Produkt im Test war das Dehner Ameisenmittel. Preislich liegt das Produkt im Mittelfeld. 500g enthält eine Dose des Pulvers. 50 qm sollen sich damit abdecken lassen. Der Hersteller empfiehlt den Einsatz von 10g je Quadratmeter. Wir empfehlen den Einsatz nach Gefühl. Schütten Sie einfach etwas von dem Pulver auf die Ameisenstraßen und  auf die Nesteingänge. Zu Beginn sollten Sie in regelmäßigen Abständen nachschauen ob und wo die Ameisen das Pulver am besten annehmen. An guten Stellen können Sie immer wieder weitere Pulver verteilen.

Zusätzlich soll man aus dem Pulver einen Teig zum Gießen herstellen können. Da dies nicht nur viel Arbeit bereitet sondern auch eine ordentliche Sauerei in der Küche hinterlässt empfehlen wir diese Verwendungsmethode nur bedingt.

Mit dem Pulver lässt sich einfach arbeiten hat man erst einmal die Ameisenstraßen ausgemacht. Das Produkt wird von den Ameisen sehr gut angenommen. So mussten wir nach zwei Stunden neues Pulver hinzustreuen. Zwei Tage arbeiteten wir mit dem Mittel und alle Ameisen waren verschwunden. Ein schöner Erfolg für das Produkt. Jedoch mussten wir feststellen, dass gräuliche Flecken auf den Terrassenplatten zurückgeblieben sind. Auch mit Seife und etwas schrubben haben wir die Flecken nicht mehr wegbekommen. Erst vier Wochen nach dem Test verschwanden die Flecken allmählich.

Die Wirkung des Pulvers auf die Ameisen (Achtung: auch dieses Produkt wirkt nur bei „Zuckerfressern“) war sehr gut. Innerhalb von 48 Stunden konnten alle Ameisen im Garten entfernt werden. Lediglich die zurückgebliebenen Flecken dämpfen das Ergebnis. Wie häufig und auf welchem Untergrund die Flecke zurückbleiben können wir leider nicht sagen.

Compo 16486 Ameisen–frei

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Unser nächstes Produkt im Test war das Compo Ameisen-frei. Preislich liegt das Produkt ähnlich wie das Pulver von Dehner und auch die Menge in der Packung ist dieselbe. Auch aus diesem Granulat lässt sich eine Version zum Gießen herstellen. Doch auch schon mit dem Streuverfahren wird man die Ameisen los, wie unser Test gezeigt hat.

Das Granulat lässt sich einfach verteilen und färbt nicht ab. Schon nach kurzer Zeit sind die Ameisen wild auf das Produkt und sammeln emsig die Giftkörner auf. Sechs Stunden konnten wir dies beobachten, bis keine einzige Ameise ehr zu sehen war (das Nest war in etwa gleich groß wie bei dem Produkttest von Dehner). Ein unglaublich gutes Ergebnis. Wir sind von dem Compo Ameisen-frei Pulver absolut überzeugt und können es nur weiterempfehlen. Die verbliebenen Granulatsplitter lassen sich einfach aufkehren und entsorgen. Das Gift hat die Ameisen so schnell getötet, dass diese nicht einmal Zeit hatten ihre bereits toten Artgenossen aus dem Nest zu tragen – wie es bei vielen anderen Produkten der Fall war. Vor allem bei starkem Ameisenbefall können wir das Produkt jedem weiterempfehlen.

Ameisensprays

Zuletzt machten wir uns daran die Ameisensprays zu testen. Diese Produkte lassen sich sowohl im Freien als auch im Haus einsetzten. Flächen auf denen sich die Ameisen meist aufhalten sollten großflächig eingesprüht werden. Die Sprays enthalten Gifte, die an den Ameisen „kleben“ bleiben. Dies setzten Zeitverzögert ein und wirken erst wenn die Ameisen im Nest sind und das Gift an Artgenossen weitergegeben haben. Wie schon bei den Pulvern tritt wieder eine Produkt von Dehner und eines von Compo an.

Compo 16465 Ameisen-Stop

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Nachdem uns das Compo Ameisenpulver schon auf ganzer Linie überzeugt hatte, waren wir sehr gespannt wie uns wohl das Spray der Marke gefallen würde. Die Flasche enthält 500ml der Lösung und liegt preislich ähnlich wie das Spray von Dehner. (Den Test zum Dehner Spray finden Sie weiter unten). Das Spray ist sofort einsetzbar.

Schnell haben wir die Ameisenstraßen wieder ausgemacht und diese Großflächig eingesprüht. Dies taten wir bei dem Test sowohl im Haus als auch im Freien. Da das Spray absolut Geruchsneutral ist, ist ein Einsatz auch in den eigenen vier Wänden Problemlos möglich. Vorsichtig würden wir nur in der Küche sein, da die Lebensmittel unter keinen Umständen mit dem Gift in Berührung kommen sollten. Das Produkt lässt sich auch wunderbar in kleine Ritzen sprühen, durch welche Ameisen oft in das Haus eindringen können.

Das Produkt wirkt vor allem im Haus sehr rasch. Schon nach einem halben Tag war keine Ameise mehr im Haus anzutreffen. Im Freien dauerte es ein wenig länger, was auch an der vermehrten Anzahl an Ameisen im Freien gelegen haben könnte. Doch nach 30 Stunden waren auch im Freien keine Ameisen mehr zu finden.

Wieder einmal hat uns das Produkt von Compo absolut überzeugt. Das Spray vernichtet Ameisen zuverlässig und rückstandslos. Der Hersteller empfiehlt die besprühten Flächen mit einem nassen Tuch zu säubern, nachdem die Ameisen verschwunden sind.

Dehner Ameisen-Frei Spray

Bewertung: ♥ ♥ ♥ ♥ 

Als nächstes bestellten wir uns das Spray von Dehner. Auch dieses Spray enthält 500 ml der Lösung und ist umgehend Einsatzbereit. Zudem soll das Spray gegen Silberfische und Asseln wirken. Dies haben wir bis jetzt aber noch nicht getestet. Unser Test sollte sich vollkommen auf die Vernichtung der Ameisen beziehen.

Auch hier sprühen wir sowohl im Haus sowie auf der Terrasse die erkennbaren Ameisenwege großflächig ein. Der Hersteller empfiehlt den besprühten Raum anschließend 30 Minute zu verlassen. Da das Spray recht Geruchsneutral ist verstehen wir zwar nicht warum halten uns aber einmal an die Anweisung.

Die Wirkung des Sprays ist umwerfend nach einem Tag waren die Ameisen sowohl im Haus als auch im Garten verschwunden. Die Wirkung hat uns absolut überzeugt. Doch wieder fällt uns beim Säubern an dem Produkt von Dehner etwas negativ auf. 24 Stunden ließen wir das Produkt wirken und die Reinigung des Parketts vielanschließend schon recht schwer. Erst nach mehrmaligen darüberwischen war der Boden nicht mehr klebrig. Auf den Terrassenplatten hatten wir jedoch keinerlei Probleme.

Beide Produkte können wir ohne Bedenken weiterempfehlen. Für uns ist der Sieger aber wieder das Spray von Compo, da dieses vor allem im Haus einen wunderbaren Job absolviert hat und sich auch wieder einfach reinigen lässt.

Ameisenbekämpfung mit Hausmitteln

Man muss nicht immer zu den Chemiekeulen der Industrie greifen um Ameisen loszuwerden. Etwas weiter oben haben wir ihnen bereits verraten wie Sie Ameisen abschrecken und von Ihrem Haus fernhalten können. Doch sind die Ameisen erst einmal im Haus oder haben den Garten besiedelt helfen die meisten der Tipps nur noch beginnt nun müssen die Ameisen wieder vertrieben werden.

Wir haben verschiedene Möglichkeiten getestet wie Sie Ameisen loswerden können. Zum einen durch den Eigenbau richtiger Fallen und zum anderen durch den Einsatz von Hausmitteln.

Ameisenfallen selber bauen

Aus Haushaltsmitteln lassen sich schnell und einfach Ameisenfallen bauen. Hier stellen wir Ihnen zwei mögliche Fallen vor.

Ameisenfalle aus einer Dose selber herstellen

Für die Herstellung dieser Falle benötigen Sie:

  • Natron
  • Puderzucker
  • Plastikdose
  • Bohrer (oder etwas vergleichbares um eine Loch in den Deckel der Dose zu bekommen)

Der Bau der Falle ist recht einfach. Bohren Sie ein Loch in das untere Ende der Seitenwand (Etwa 1 Zentimeter über dem Boden). Das Loch sollte etwa einen Durchmesser von 2 Millimetern haben. Vermengen Sie nun das Natron und den Puderzucker zu gleichen Teilen und geben diesen in die Falle. Nur so viel, dass das gebohrte Loch nicht verschlossen wird. Nun geht es daran die Falle taktisch günstig zu positionieren. Am besten stellen Sie die Falle in der Nähe einer Ameisenstraße auf oder direkt neben das Nest.

Ameisenfalle zwei: Die schnelle Alternative

Für die zweite Ameisenfalle benötigen Sie deutlich weniger Material und Zeit. Zudem war die Falle in unserem Test effektiver. Zum Herstellen der Falle benötigen Sie:

  • Einen großen Suppenteller
  • Eine Tasse
  • Stück dicker Karton oder ein Stück Holz
  • Wasser Spülmittel

Die Tasse soll die Ameisen zuerst anlocken. Füllen Sie diese mit Honig, Zucker Sirup oder ähnlichem. Befüllen Sie nun den Suppenteller mit Wasser, geben Sie ein paar Tropfen Spülmittel hinzu und stellen die Tasse in diesen. Nun geht es daran ein taktisch günstiges Plätzchen zu finden. Wie bereits einige Male erwähnt direkt an einer Ameisenstraße oder in der Nähe des Nestes.

Bauen Sie nun mit dem Karton oder dem Holz eine schmale Brücke (ca.2cm), sodass die Ameisen zu dem Lockstoff gelangen. Sie können ein wenig Puderzucker auf die Brücke streuen um die Ameisen nach oben zu locken. Nun heißt es abwarten bis die Ameise die Leckerei entdeckt haben und sich eine Ameisenstraße zum Lockmittel und wieder zurück gebildet hat. Lassen Sie die Ameisen ruhig 20-30 Minuten Freude an dem Lockmittel.

Nun wird die Brücke umgebaut. Anstatt zu dem Lockmittel führt diese nun in das, mit Spülmittel versetzte Wasser. Ameisen folgen einer Straße blind, da diese mit Duftstoffen markiert wurde. Alle Ameisen fallen nun in das Wasser. Durch das Spülmittel wurde dem Wasser die Oberflächenspannung genommen und die Ameisen ertrinken schneller. Dieses Schauspiel lässt sich für etwa 3 bis 4 Stunden beobachten. Irgendwann ist entweder der Teller voll oder die Ameisen haben den Trick begriffen.

Ameisenfalle selber bauen

Anschließend müssen Sie sich einen neuen Standort aussuchen und das Spiel beginnt von vorne.

Ameisen mit Backpulver bekämpfen

Ameisen im Haus

Ameisen im Haus (Bildquelle: Philipendula)

Vor allem bei einer geringer bis mittlerer Anzahl an Ameisen kann Backpulver ein gutes Mittel sein um die kleinen Tierchen loszuwerden. Das Backpulver wird genauso eingesetzt wie das Ameisenpulver der Industrie. Streuen Sie das Backpulver auf die Ameisenstraßen und an die Eingänge des Nestes. Die meisten Arten der Ameisen werden von Backpulver angezogen und nehmen die kleinen Krümel mit in das Nest. Der Effekt wird verstärkt vermengen Sie das Backpulver mit etwas Puderzucker. Der Körper der Ameisen verträgt Backpulver aber nicht. .Beim Verzehr wird in den Ameisen giftiges Ammoniak freigesetzt und die Tierchen verenden.

Ameisen mit Jauche bekämpfen

Der Tipp mit der Jauche kommt von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und hat uns absolut überzeugt. Für die Herstellung benötigen Sie Wermutkraut. 300 Gramm frisches Kraut der 30 Gramm getrocknetes Kraut, welches Sie mit 10 Litern Wasser anrühren. (Unser TIPP: Rühren Sie das Kraut mit warmem Wasser an (ca. 60-80 Grad) dies verstärkt die Wirkung.) Nun wird das Gemisch 14 Tage gegoren (am besten draußen, da der Gestank unerträglich wird). Anschließend wird die Brühe über das Ameisennest gegeben. Hierzu sollte eine Gießkanne verwendet werden du vorsichtig (wie ein Regen) das Nest übergossen werden, da ansonsten die Ameisen schnell reis aus nehmen und Sie angreifen könnten.

Ameisen mit dem Staubsauger bekämpfen

Sollten Sie nur wenige Ameisen im Haus ausmachen können Sie diese auch mittels eines Staubsaugers entfernen. Dafür müssen Sie aber nicht jeder einzelnen Ameise mit dem Staubsauger hinterherrennen. Stellen Sie an verschieden Plätze flache Schälchen gefüllt mit Zuckerwasser, Honig, Sirup oder ähnlichem. Die Ameisen werden davon angelockt und versammeln sich bei den Schälchen. Nun können Sie mühelos eingesaugt werden.

Zusammenfassung

Ameisenfallen 4.18/5 (83.64%) 11 votes

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