Rattenfalle

Rattenfallen

Die zweitbeliebteste und recht effektive Möglichkeit Ratten zu fangen bietet die Rattenfalle. Rattenfallen gibt es schon sehr lange und in jeder Region der Erde sehen die historischen Rattenfallen ein wenige anders aus. Heute werden meist industriell gefertigte Rattenfallen zur Bekämpfung
Rattengift

Rattengift

Rattengift ist besonders effektiv um einer großen Rattenplage Herr zu werden und in Industrieländern die am weitest verbreitet Methode der Rattenbekämpfung. Die Gifte sollten aber immer die letzte Möglichkeit sein um sich von Ratten zu befreien. Die Gifte sind auch
Köder für Ratten

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Beim Aufstellen einer Lebenfalle oder einer Schlagfalle stellt sich immer wieder die Frage nach dem richtigen Köder um die Ratten auch effektiv in die Falle zu locken. Wie Mäuse sind auch Ratten Allesfresser und ernähren sich von allem was Sie
Rattenfalle selber bauen

Rattenfallen selber bauen

Rattenfallen sind meist nicht ganz günstig. Doch zum Glück können Sie aus Alltagsgegenständen in kurzer Zeit selbst eine gut funktionierende und günstige Falle herstellen. Diese Fallen helfen meist bei einem kleineren Befall. Sollten Sie einige Ratten in Ihrem Haus haben

Ratten im Haus zu haben ist kein Vergnügen. Viele Menschen ekeln sich vor den Tieren und fühlen sich bei Rattenbefall in den eigenen vier Wänden nicht mehr wohl. Da Ratten ausgesprochen intelligente Tiere sind ist die Vertreibung der Nager in den meisten Fällen eine komplizierte und langwierige Angelegenheit. Ratten lassen sich nur im Märchen einfach vertreiben. Sollten Sie einen Rattenbefall entdecken gilt es sofort zu handeln. Die Tiere können schwere monetäre Schäden anrichten. Zum einen durch das zerstören von Einrichtungsgegenständen und Elektronik und zum anderen durch das fressen und verunreinige von Lebensmitteln. Darüber hinaus sind Ratte  ernstzunehmende Krankheitsüberträger. Zahlreiche Krankheiten können von Ratten auf Menschen und Haustiere übertragen werden.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich von der Rattenplage zu befreien, sei es mit Fallen oder gar mit Giften. Doch nicht immer fällt ein Befall durch Mäuse sofort auf. Wir erklären Ihnen wie Sie Mäusebefall feststellen können und wie Sie die Ratten wieder vertreiben können.

Die Ratte

Ratten gehören zur Gruppe der Altweltmäuse, diese Gruppe ist weltweit zu beobachten. Die Gattung umfasst insgesamt 65 Arten. Die meisten dieser Arten sind in Ostasien, Neuguinea und Australien anzutreffen. Besonders lästig und zahlreich sind zwei Arten der Ratte, welche auch im deutschsprachigen Raum dreist in Häuser von Menschen eindringen: die Hausratte und die Wanderrate.

Die Hausratte

Hausratte

Hausratte beim Fressen von Getreide (Bildquelle: H. Zell (Wikicommons))

In Teilen Deutschlands wird die Hausratte auch als Dachratte bezeichnet. Eine ausgewachsene Hausratte kann ein Gewicht von bis zu 400g erreichen. Die Kopf-Rumpf-Länge der Wandratte misst dabei bis zu 25 cm, hinzu kommt noch der lange Schwanz, welcher noch einmal eine Länge von bis zu 25cm haben kann. Die Hausratte lässt sich sehr leicht an der spitzen Schnauze erkennen. Zudem sind die Augen und Ohren der Hausratte größer als die der Wanderratte. Die Ratte hat ein kurzes, grauschwarzes Fell. Teilweise kann das Fell auch braungrau sein.

Der älteste Nachweis der Hausratte stammt aus Deutschland. Die ältesten Funde stammen aus der Nähe von Mannheim. Diese wurden auf das 2. Jahrhundert datiert. Weltweit wurde die Hausratte durch die zunehmende Schifffahrt verbreitet. Diese Ratte besonders auf kleineren Inseln mit einem fragilen Ökosystem große Folgen, da die Hausratten Teile der einheimischen Tiere ausrotteten und es zu unkontrollierten Plagen kommen konnte.

In Europa ist die Population der Hausratte ist in Europa stark rückläufig. Grund hierfür ist die stärkere Wanderratte, welche die Hausratte mehr und mehr vertreibt. In Deutschland ist die Hausratte besonders häufig in den Bundesländern: Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Hessen, NRW und Schleswig-Holstein gilt die Hausratte als ausgestorben oder verschollen.

Hausratten sind vor allem im Mittelmeerraum, in der Nähe von Häfen sehr häufig anzutreffen. Die Tierchen gelten als sehr agil und kletterfreudig, aus diesem Grund können Sie in jeden Winkel des Hauses gelangen und lassen sich nur sehr schwer fangen. Um zu überleben benötigt eine Hausratte 15 Gramm feste Nahrung und etwa 15ml Wasser. In der freien Wildbahn sind Hausratten sehr selten anzutreffen. Diese Rattenart hat sich auf das Leben in menschlichen Behausungen spezialisiert.

Die Hausratte kann sich ganzjährig Fortpflanzen. Ein Weibchen kann pro Jahr bis zu sechs Mal werfen. Pro Wurf gebärt sie zwischen 5 und 10 Tieren. Haben Sie Hausratten in Ihrer Wohnung gilt es schnell zu handeln, da die Tiere sich rasend vermehren können und man einer großen Population nur noch schwer beikommt.

Die Wanderratte

Wanderratte

Wanderratten sind ausgesprochen gute Kletterer (Bildquelle: Losch (Wikicommons))

Ursprünglich stammt die Wanderratte aus den nördlichen Teilen Ostasiens. Heute ist die Wanderrate auf allen Kontinenten heimisch. Vor allem in Ballungsgebieten fühlt sich die Wanderratte wohl. Diese Art hat sich noch besser als die Hausratte an das Leben mit Menschen angepasst. Wanderratten gelten als Allesfresser, bevorzugen aber pflanzliche Nahrung. Von der Wanderratte stammt die Farbratte ab, welche vielfach als Haus- oder Versuchstier gehalten wird.

Die Wanderratte sind große, kräftig gebaute Ratten, welche sich im Vergleich zur Hausratte deutlich abheben Die Ratte n haben einen eckigen Schädel und eine stumpfe Schnauze. Außerdem lassen sich die Wanderratten leicht an Ihrem dicken Schwanz erkennen. Im Vergleich zu den Hausratten sind die Ohren dieser Rattenart recht klein und rund. Eine Wanderratte hat eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 30cm, hinzu kommt noch der dicke Schwanz welcher bis zu 23 cm lang werden kann. Eine ausgewachsene Wanderratte bringt ein Gewicht von bis zu 550 Gramm auf die Waage. Das Fell der Ratte ist graubraun oder dunkel braun schwarz. Anhand des Fells kann das Alter der jeweiligen Wanderratte bestimmt werden. Bei Jungtieren kann das Fell der Ratte fuchsrot sein.

Ursprünglich bewohnte die Wanderratte Wälder und buschreiches Gelände. Ab dem 18. Jahrhundert gewöhnten sich die Wanderratten mehr und mehr an den Menschen und waren vermehrt in Häusern und Siedlungen anzutreffen. Zudem halten sich Ratten überwiegend in der Nähe von Häfen auf und verbreiteten sich durch die zunehmende Schifffahrt über die ganze Welt.

Wandratten leben am Boden und graben anders als die Hausratte gerne Gräben, in welche sie sich zurückziehen. Die Wanderratten sind sehr gute Kletterer und erreichen problemlos jeden Winkel in Ihrem Haus. Zudem können die Tierchen sehr gut schwimmen und tauchen. So können Sie auch problemlos in der Kanalisation überleben. Die Wanderratte ist die einzige Ratte, welche in der Kanalisation lebt. Pro Tag nehmen die Wanderratten etwa 30 Gramm feste Nahrung, sowie 60 ml Flüssigkeit zu sich. Wanderratten sind um einiges intelligenter als die Hausratten. Fallen und Köder können die Ratten binnen zwei Wochen durchschauen. Sollten Sie von Wanderratten heimgesucht worden sein und die Tiere gehen Ihnen nach einiger Zeit nicht mehr in die Falle müssen Sie diese wechseln. Eine Wanderratte kann bis zu drei Jahren alt werden.

Wanderratten, welche in großen Gruppen auftreten sind sehr paarungsfreudig. Bis zu 6 Würfe kann eine Wanderratte im Jahr leisten. Hierbei gebärt das Weibchen jeweils 7-8 Junge pro Wurf.

Zu den natürlichen Feinden der Wanderrate zählen:

  • Eulen
  • Marder
  • Hermeline
  • Iltis
  • Zahlreiche Greifvögel
Unterschiede Hausratte Wanderrate

Unterschiede zwischen einer Hausratte (oben) und einer Wanderratte (unten) (Bildquelle: Karim-Pierre Maalej (Wikicommons))

Die Ratten und der Mensch

Von den weltweit 60 bekannten Ratten  haben sich die meisten dem Menschen angeschlossen und Leben nur noch in der Nähe menschlicher Siedlungen. Dank dem Menschen konnten sich die Ratten weltweit verbreiten und stellen teilweise für die einheimischen Tierarten eine Bedrohung dar. Vor alle die Wanderratte schadet einer Vielzahl anderer Lebewesen, da sie sich von den Eiern von Vögeln und anderen kleinen Wirbeltieren ernährt.

Da Ratten und Menschen schon lange „zusammenleben“ haben sich einige Redensarten entwickelt, welche ihren Ursprung bei Rattenplagen fanden. Hierzu zählen:

  • Landratte
  • Rattenloch
  • Rattenschwanz

Die Bezeichnung Ratten verlassen das sinkende Schiff stammt aus der Schifffahrt, da die Seeleute beobachten konnten, dass Ratten schon bei geringstem Wassereinbruch versuchten sich in Sicherheit zu bringen. Ratten waren im 18. Jahrhundert für das sinken einiger Schiffe verantwortlich, da sie Löcher in dem Rumpf nagten.

Im Chinesischen Kalender hat die Ratte eine positivere Stellung. Hier Symbolisiert die Ratte Fleiß und die Fähigkeit sich trotz Verfolgung und widrigen Umständen durchzusetzen. Außerdem steht die Ratte für Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit. In Teilen Indiens werden die Ratten verehrt und leben in Klöstern mit den Mönchen in Einheit zusammen.

Schäden durch Ratten

Ratten können nicht nur materielle Schäden anrichten sondern auch Krankheiten auf Menschen und Haustiere übertragen. Vor allem die Wanderratte ist ein gefährlicher Gesundheits- und Hygieneschädling. Die Ratte kann von vielen Krankheitserregern befallen sein und diese übertragen. Die Übertragung kann auf zwei Arten von Statten gehen. Zum einen sind Ratten Vektoren. Sie können Krankheiten durch Berührung übertragen, an denen Sie selbst nicht erkrankt sind. Zum anderen werden die Krankheiten mittels des Kots übertragen. Ratten produzieren unablässig Kot und kontaminieren Flächen und Nahrungsmittel. Bei Berührung oder Verzehr des Kots können die Krankheitserreger auf den menschlichen Körper übergehen.

Ratten können folgende Krankheiten übertragen:

  • Gelbsucht
  • Salmonellen
  • Fleckfieber (auch bekannt als Typhus)
  • Bandwurm
  • Trichinose
  • Tuberkulose
  • Rattenfieber
  • Tollwut
  • Amöbenruhr G1e

Außerdem können Ratten Parasiten in menschliche Behausungen einschleppen. Neben den Krankheiten sind Ratten auch für psychologische Schäden verantwortlich, da viele Menschen sich vor den Tieren ekeln und in seltenen Fällen nach einem Rattenbefall die Wohnung wechseln müssen.

Schädel einer Hausratte

Schädel einer Hausratte (Bildquelle: Klaus Rassinger und Gerhard Cammerer, Museum Wiesbaden)

Sollten Sie von einer Ratte gebissen worden sein sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Es ist möglich, dass die Tetanusimpfung aufgefrischt werden muss. Da sich im Maul der Ratten unzählige Bakterien tummeln besteht die Gefahr einer Blutvergiftung.

Neben den gesundheitlichen Schäden, die durch Ratten übertragen werden können kommen noch Materialschäden hinzu. Mäuse sind sehr neugierig und haben einen ausgeprägten Nagetrieb. Sie nagen beinahe an allem was sie finden können. Dies kann nicht nur unschön aussehen, da überall Bisspuren zurückbleiben sondern stellt vor allem deine unmittelbare Gefahr für alle Elektrogeräte dar. Ratten haben es vor allem auf die Kunststoffummantelung von elektrischen Geräten, wie Fernsehern oder Stereoanlagen abgesehen. Aber auch Bücher und Akten fressen die Ratten sehr gerne an. Die Wanderratte kann zusätzlich für die Absackung gepflasterter und betonierter Flächen verantwortlich sein. Dies liegt an dem ausgeprägten Wühltrieb des Tieres.

Neben Einrichtungsgegenständen laben sich Ratten gerne an den Vorräten. Diese fressen Sie nicht nur auf, sondern machen Sie durch Ihre Ausscheidungen ungenießbar. Von Ratten befallene Lebensmittel sollten unbedingt weggeschmissen werden. Laut einer Schätzung der WHO werden 25% der Welternten durch Schadnager vernichtet. Dies hat immense weltweite Schäden in der Landwirtschaft zur Folge.

Ursachen und Gründe eines Rattenbefalls

Wie bei allen Schädlingen bekommen Sie eine Rattenplage am besten in den Griff kennen Sie deren Ursache. So können Sie auch das Problem verhindern bevor es entsteht.

Ratten werden in der Regel durch Nahrungsmittel angezogen. Aus diesem Grund werden Sie auch der Schädlingsart der Nahrungsmittelschädlinge zugeordnet. Mit einigen wenigen Tricks können Sie den Befall durch Ratten verhindern:

  • Nicht zu viel Vorräte einkaufen, die lange gelagert werden müssen
  • Befallene oder abgelaufene Vorräte sofort wegwerfen
  • Ritzen und Spalten des Hauses verschließen, so kommen die Schädlinge nur noch schwerlich ins Haus
  • Beim Lüften im Erdgeschoss keine offenen Lebensmittel im Raum stehen haben
  • Mögliche Verstecke von Ratten wie Spalten im Haus verschließen
  • Vorräte dicht Verpacken und lagern
  • Vorratslager jederzeit sauber und übersichtlich halten
  • Essenreste sofort beseitigen
  • Vor allem Tierfutter zieht viele Ratte an. Spülen Sie Futternäpfe umgehend nach dem Verzehr der Mahlzeit
  • Abfälle schnell aus dem Haus räumen
  • Im freien befindliche Abfalltonnen immer dicht verschließen
  • Vorräte kühl und trocken lagern
  • Ecken und Nischen regelmäßig auf Kot überprüfen
  • Einrichtungsgegenstände regelmäßig auf Nagespuren prüfen
  • Rückstauklappen in Toiletten können das Eindringen von Wanderratten über die Kanalisation verhindern
  • Schäden im Kanalisationsbereich sollten umgehend repariert werden. Hier können Ratten leicht eindringen
  • Aufzugsschächte von Wohnhäusern und Bürogebäuden werden bevorzugt von Rattenbesiedelt, da sie hier ungestört leben können.
  • Vor allem in den Wintermonaten sollten Sie die Türen ihres Hauses schnell schließen und keine unvergitterten Kellerfenster offen stehen lassen. Ratten lieben die Wärme und suchen ständig eine Möglichkeit ins Haus zu gelangen.

Rattenbefall erkennen

Bei Ratten ist es besonders wichtig die kleinen Nager im Haus zu erkennen, bevor Sie sich weiter verbreiten. Zwar ist kein Rattenbefall wie der andere, einige Anzeichen für Ratten in den eigenen vier Wänden sind jedoch immer gleich.

Generell sieht man Ratten im Haus nur sehr selten. Die Tiere sind äußerst Vorsichtig und wagen sich nicht heraus könnten Menschen in der Umgebung sein. Dies tun sie nur wenn Nahrungsknappheit herrscht oder der Bereich des Nistplatzes gestört wird.

Anzeichen für einen Befall durch Ratten sind:

Rattenkot

Wanderratte auf dem BAuch

Wanderratte auf dem Bauch (Bildquelle: Hans-Jörg Hellwig)

Rattenkot ist ein klares Zeichen eines Rattenbefalls. Hierbei lässt sich zudem feststellen um welche Art der Ratte es sich handelt. Wanderratten produzieren spindelförmigen Kot. Dieser liegt meist in Gruppen zusammen. Der Kot ist recht breit und eher schwarz. Rattenkot lässt sich viel einfacher als Mäusekot erkennen. Hausratten produzieren Bananenförmigen Kot. Dieser ist zumeist verstreut im Haus zu finden. Ist der Kot noch weich und glänzt, ist dies ein Zeichen für einen aktiven Befall. Älterer Kot ist hart und verliert die glänzend, schimmernde Farbe. Die Menge des Rattenkots kann einen Hinweis auf den Umfang des Rattenbefalls geben. Eine einzige Ratte produziert etwa 40 Kothaufen am Tag. Die meisten werden Sie nicht entdecken, da diese versteckt in Zwischenwänden oder Nischen liegen. Entdecken Sie sowohl große als auch kleinere Kothaufen deutet dies auf eine Vermehrung hin. Vor allem der kleinere Kot von den Jungtieren gibt Aufschluss darüber, wo die Ratten ihr Nest errichtet haben. Die Jungtiere bleiben in den ersten Wochen ihres Lebens nämlich immer in der Nähe des Nestes.

Nagespuren

Nagespuren sind wie der Rattenkot ein klares Anzeichen für einen Rattenbefall. Entdecken Sie zwei parallele vertiefte Rillen an Holzmöbeln oder an PVC ist dies ein eindeutiges Zeichen für eine Ratte. Ratten knabbern alle erdenklichen Materialien an. Besonders sollten Sie folgende Materialien auf Bisspuren überprüfen:

  • Elektrokabel
  • Textilien
  • Einrichtungsgegenstände
  • Zeitungspapier
  • Karton (Bsp. Umzugskarton oder Schuhkarton)
  • Papier

Nester und Bauten

Die Nester und Bauten der Haus- und der Wanderratte sind vollkommen unterschiedlich. Hier lässt sich klar erkennen, von welcher Art Sie heimgesucht werden. Die Hausratte nistet meist im oberen Bereich einer Wohnung oder eines Hauses (daher stammt auch der Begriff Dachratte). Die Hausratten bauen Ihre Nester gerne in warmen verstecken. Meist finden Sie die Nester in der Nähe von Heizungsrohren oder dem Warmwasserboiler. Die Hausratte ist bei der Wahl ihres Nestmaterials nicht wählerisch und nimmt alles was sie bekommen kann: Textilien, Isoliermaterial, Zeitung, Stroh, etc.
Die Wanderratte nistet anders als die Hausratte nicht im Haus sondern im Garten. Hier baut sich die Ratte einen Erdbau, in den sie sich verkriechen kann. Der Eingang zu solch einem Baus misst etwa 5cm im Durchmesser und befindet sich zumeist in der Nähe von dichtem Gebüsch. Gerne baut die Wanderratte ihre Bauten aber auch in Komposthaufen oder unter Gartenlauben.

Schmierspuren

Ratten nutzen immer die gleichen Laufwege. Diese können Sie mit speziellen Duftstoffen markieren. In der Natur sind teilweise „Rattenautobahnen“ zu beobachten auf denen die Nager unterwegs sind. Durch das Körperfett und Schmutzpartikel bilden Ratten Schmierspuren. Folgen Sie dieser Schmierspur bringt Sie diese mit hoher Wahrscheinlichkeit direkt zum Unterschlupf der Nager.

Laufspuren

Da sich Ratten meist in eher selten benutzten Räumen, wie dem Dachboden oder dem Keller aufhalten, lassen sich auf staubigem Untergrund Laufspuren leicht feststellen. Aus der Größe und der Gestalt der Fußspuren lässt sich auf die Rattenart schließen. Bei Hausratten sind die Zehen im Staub sehr deutlich zu erkennen, während bei den Wanderratten eher die Fußballen einen Abdruck hinterlassen. Die unterschiedlichen Fußabdrücke stammen von den verschiedenen Gangarten der Ratten. Wenn Sie den Befall von Ratten in einem bestimmten Zimmer nachweisen wollen, können Sie eine dünne Mehlschicht auslegen. Schon kurze Zeit später sollten bei einem Befall durch Ratten die ersten Fußabdrücke zu sehen sein. Wanderratten, welche meist im Garten leben hinterlassen im Gras eine deutliche Spur zu ihrem Erdloch. Da die Ratten immer denselben Weg benutzen stirbt das Gras ab und  Sie können den „Trampelpfad“ der Ratten klar erkennen.

Tote und lebende Tiere

Ein unübersehbares Zeichen eines Rattenbefalls ist die Ratte selbst. Sollten Ise tote oder lebende Mäuse entdecken heißt es umgehend handeln. Die Entdeckung einer Ratte ist ein Zeichen für einen akuten Befall. Zudem lässt sich nun die Rattenart bestimmen.

Starker Geruch

Ein sehr unangenehmer Geruch ist charakteristisch für einen starken Rattenbefall. Dieser kommt durch das Urin, welches die Ratten überall verteilen. Außerdem verfügen die Ratten über spezielle Drüsen, welche den Duft verströmen. Zum einen auf den Laufwegen, zum anderen zur Reviermarkierung. Nehmen Sie den typischen ammoniakähnlichen Rattengeruch wahr deutet dies auf einen starken Befall durch Ratten hin.

Ratten bekämpfen

Abbildung eines Rattenfängers 18.Jhr.

Abbildung eines Rattenfängers 18. Jhr.

Die Bekämpfung der Ratte  hat das Ziel die Population der Tiere zu minimieren. So kann die Seuchengefahr gebannt und Schäden an Lebensmitteln und Einrichtungsgegenständen verhindert werden.

Die Rattenbekämpfung hat in Deutschland sogar einen juristischen Aspekt. In Niedersachen und Hamburg gibt es eine Rattenverordnung. Diese besagt, dass Bürger umgehend nach dem Erkennen eines Rattenbefalls Wege zur Bekämpfung dieser einleiten müssen. Diese Maßnahmen müssen solange vorgeführt werden, bis die Rattenplage erfolgreich vernichtet ist. Besonders harte Auflagen im Kampf gegen die Ratte n haben die Betreiber von abwassertechnischen Anlagen. Dies soll dafür sorgen, dass sich die Weil-Krankheit nicht ausbreiten kann.

Um der Rattenplage Herr zu werden gibt es einige Methoden, denen Sie sich bedienen können.

Ratten durch Begiftung bekämpfen

Die weitest verbreitete Methode zur Bekämpfung der Ratten in Industrieländern ist das auslegen von Giften. Hierbei wird in Giftköder und Rattenschaum unterschieden. De Giftköder werden von den Ratten angenagt oder gefressen. Der Schau haftet hingegen nur am Fell der Ratten. DA die Ratte, wie auch Mäuse, einen ausgeprägten Putztrieb haben, lecken Sie das Gift von ihrem Fell und verschlucken es somit. Rattengifte sind sehr wirksam und haben in Europa die Rattenpopulation auf eine ungefährliche Größe schrumpfen lassen. Die Köder für die Ratten sind aber auch für Menschen und Tiere nicht ganz ungefährlich. Daher sollte bei der Anwendung solcher Gifte besondere Vorsicht aufgebracht werden.

Ratten durch Begasung bekämpfen

In geschlossenen Gebäuden, welche einem starken Rattenbefall ausgesetzt sind ist die effektivste Methode die Tiere durch Begasung umzubringen. Diese Begasung darf nur von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden, da es bei falscher Anwendung des Gases zu ernsthaften Schäden für die Umwelt und den Menschen kommen kann. Vor allem in Gebäuden, in denen Lebensmittel gelagert werden, wie z.B. Kornspeicher oder Silos findet diese Methode Anwendung.

Ratten durch Ertränkung bekämpfen

Ratten zu ertränken ist eine äußerst umstrittene Methode die Tier loszuwerden. Vor allem in ländlichen Räumen findet diese Methode oft Anwendung. Hierfür werden die Ratten in mit Wasser gefüllte Eimer gelockt. Ist das Tier erst einmal in den Eimer gefallen beginnt ein qualvoller, minutenlanger Kampf mit dem Tod. Eine andere Ertränkungsmethode ist es die Erdbauten der Wanderratte zu fluten. Beide Methoden sind hoch umstritten und sind mit den Gesetzten des Tierschutzes nicht vereinbar.

Rattenfallen

Bei Rattenfallen lassen sich drei unterschiedliche Fallentypen unterscheiden: die Lebendfalle, die Tötungsfalle und die elektronische Falle. Die Lebendfallen sind bei den Ratten leider bei weitem nicht so effektiv wie die Tötungsfallen, wozu auch die elektrische Rattenfalle gezählt wird. Dies liegt an der Vorsicht und der Lernfähigkeit der Ratten. Da Ratten in Familienverbänden vorkommen können Sie gefangene Artgenossen in den Fallen beobachten und werden selber nicht in diese hineintappen.

Rattenkleber

Eine weitere Arte einer Rattenfalle ist der Rattenkleber. Hierbei wird eine klebriges Stück Papier ausgelegt, über welches die Ratte laufen soll. Die Ratte wird dabei nicht festgeklebt sondern durch einen elastischen Kleber erst einmal nur an den Füßen fixiert. Ratten empfinden dies als unangenehm und rollen sich zur Seite, um den Kleber abzustreifen. Hierbei legt sich ihr Fell großflächig auf die Klebefalle. Die Ratten können sich nicht mehr befreien und sterben einen qualvollen Tod. Diese Art der Falle ist in Deutschland verboten und darf nicht verkauf werden.

Ratten mit Ultraschall bekämpfen

Seit einiger Zeit gibt es immer mehr Produkte auf dem Markt, welche versprechen Ratten schnell und einfach mit Ultraschall zu vertreiben. Leider sind diese Produkte zumeist wirkungslos gegen Ratten. In keiner wissenschaftlichen Studie konnte nachgewiesen werden, dass diese Geräte Ratten vertreiben können. Da die Geräte zudem recht teuer sind raten wir von der Anschaffung ab.

 

Bildquelle “Giftschild”: Frank Vincentz via Wikicommons
Bildquelle “Rattenfalle”: Snowmanradio via Wikicommons

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